10 Ausflugstipps für Sylt-Neulinge

Auch im zarten Vorfrühling bietet Sylt jede Menge Ausflugsziele – per Rad oder zu Fuß geht’s zu Naturschönheiten und Kulturhighlights. 

Mit dem Rad

Eine Radtour zu den Friesendörfern: Von Westerland aus geht es durch die idyllischen Wiesen und Felder im Sylter Osten, vorbei an Hünengräbern und durch die Friesendörfer Morsum und Keitum. 

Auf nach List: Von Westerland führt ein Radweg parallel zu den Dünen bis nach Wenningstedt. Auf der ehemaligen Trasse der alten Inselbahn verläuft einer der schönsten Radwege der Insel durch das Naturschutzgebiet Listland bis in die nördlichste Gemeinde Deutschlands. Ziel: der Lister Hafen mit seinen Buden, Restaurants und Läden. 

Das Zentrum der Insel mit dem Rad: Von Westerland aus geht’s nach Wenningstedt, dann nach Kampen Richtung Wattenmeer, über Braderup und Mundmarsch nach Keitum und schließlich über Tinnum zurück nach Westerland. Am Wegesrand: das Hügelgrab Denghoog in Wenningstedt, die Uwe-Düne und das Rote Kliff in Kampen, Munkmarsch-Hafen sowie die Kirche St. Severin in Keitum. 

Überdachte Natur

Auch wenn das Wetter mal nicht optimal ist – auf Natur braucht niemand zu verzichten. Das Naturerlebniszentrum in List bietet auf 1500 Metern Ausstellungsfläche jede Menge Exponate und Infos zu den Themenbereichen „Kräfte der Nordsee“, „Leben mit Naturgewalten“ und „Klima, Wetter, Klimaforschung“. 

Die Natur unter Wasser lässt sich im Sylt Aquarium in Westerland bewundern. Dort haben Nordseebewohner und Arten aus tropischen Gewässern in 18 Wasserschaubecken eine neue Heimat gefunden. Highlight: der gläserne Unterwassertunnel durch das Becken mit Haifischen und Rochen. 

Sylter Geschichte

Das Sylter Heimatmuseum in Keitum ist die erste Adresse für alle, die mehr über die Vergangenheit der Insel erfahren wollen. Etwa über die alten Seefahrer aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die Walfänger und Funde aus den zahlreichen vorzeitlichen Gräbern. Das Altfriesische Haus gleich nebenan ist wie eine kleine Zeitmaschine: Das Kapitänshaus aus dem Jahr 1739 ist weitgehend in seinem ursprünglichen Zustand erhalten und erlaubt einen Einblick in gehobene Sylter Lebensart vergangener Tage – mit Küche, Wohnstube, Pesel, Kellerkammer, gefliesten und getäfelten Wänden und kuscheligen Alkovenbetten. Beide Museen haben im März mittwochs bis samstags von 12 bis 16 Uhr geöffnet. 

Zu Fuß

Die Sylter Südspitze ist eine der gefährdetsten Ecken der Insel – aber auch eine der schönsten. Bei einem Rundgang um die Hörnum Odde lassen sich Küstenabbrüche, der Einfluss des Klimawandels und die Wucht des Meeres hautnah erleben. Auch die äußerste Nordspitze der Insel ist imposant: Die geschützte Natur am Lister Ellenbogen, ein schmaler, autofreier Strand- und Dünenstreifen, erlaubt ungestörten Genuss von Wind, Wellen und Weite. Ein Stück Einsamkeit auf einer sonst turbulenten Insel. 

Ein Ausflug mit Weitblick

Der Hörnummer Leuchtturm ist der einzige seiner Art auf Sylt, der für Besucher zugänglich ist. Der Ausblick aus rund 50 Meter Höhe über Insel- und Halligwelt ist einmalig, bei den regelmäßigen Führungen gibt’s aber auch etwas über die Nutzung, Technik und Historie des Leuchtturms zu erfahren (Termine: derzeit Montag, Mittwoch, Donnerstag jeweils um 9.00 Uhr, 10.00 Uhr, 11.00 Uhr und 12.00 Uhr, Reservierung erforderlich).