Bahn frei: Bessere Zugverbindungen nach Sylt

Viele Wege führen nach Sylt – per Bahn, Schiff oder Flugzeug. Aber der beliebteste ist die Shuttle-Verbindung über den Hindenburgdamm. Die Zugverbindung auf die Insel könnte demnächst noch wichtiger werden. 

Die schleswig-holsteinische Landesregierung und die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft Schleswig-Holstein (LSV) haben große Pläne: Sylt-Besucher können sich auf bessere Zugverbindungen vom Festland und möglicherweise einen neuen Autozug freuen, der Flensburg mit der Insel verbinden soll. 

Schneller von Hamburg nach Sylt

Während der neue Autozug noch Zukunftsmusik ist, hat die LSV bereits konkrete Pläne für die beliebte Bahnverbindung von Hamburg nach Sylt. Von 2017 an wird es eine Sprinterverbindung von Hamburg-Altona nach Westerland geben. Dauert die Fahrt heute noch mehr als drei Stunden, sollen die Züge dann nur noch 2 Stunden und 35 Minuten unterwegs sein. In den Sommermonaten soll es je zwei Verbindungen morgens und abends geben – die Züge fahren allerdings nicht schneller, sie halten unterwegs nur noch zweimal, nämlich in Husum und Niebüll. Das ermöglicht eine kürzere Fahrtzeit. Bislang betreibt die Nord-Ostsee-Bahn die Strecke, der LSV will sie aber neu ausschreiben. Der neue Betreiber soll nicht nur kürzere Fahrtzeiten garantieren, sondern auch moderne und komfortablere Züge anbieten. 

Per Autozug von Flensburg nach Westerland

Bei den Plänen für einen neuen Autozug von Flensburg nach Sylt handelt es sich um ein sogenanntes mittelfristiges Projekt. Heißt laut Landesregierung: Nach eingehender Prüfung, Ausschreibung und Investitionen in das Gleisnetz könnten frühestens 2024 Shuttlezüge von Flensburg nach Westerland rollen. Angedacht ist ein Verladeterminal nahe der A7. Vorteil für Autofahrer: Sie könnten sich die Tour über die Landstraße zur Verladung nach Niebüll sparen. Die neue Verbindung soll zusätzlich zum „Sylt-Shuttle“ eingerichtet werden, den bisher die DB betreibt. Künftig könnten also noch mehr Züge über den Hindenburgdamm rollen – und die Bahn dürfte dann durch einen privaten Betreiber Konkurrenz bekommen.

Die Folgen für Sylt? Mehr Gäste – und noch mehr Autos.