Wenningstedt: Betreiber für den neuen Kursaal gesucht

Der neue Wenningstedter Kursaal soll auch außerhalb der Saison Kultur und Kunst an die Westküste bringen. 

Wenningstedt bewegt sich: In dem familiären Ferienort an der Sylter Westküste wird geplant und gebaut wie schon lange nicht mehr. An der Promenade entsteht derzeit das Haus des Gastes. Teil des Gebäudes ist ein neuer Veranstaltungssaal, der mehr Kultur ans Kliff bringen soll. Im Gespräch ist außerdem ein neues Hotel in 1A-Lage direkt an der Küste – dort, wo jetzt noch die Restaurants „Meerblick“ und „Kliffkante“ stehen. Auch das Restaurant „Kartoffelkiste“ weicht demnächst vielleicht einer anderen Nutzung. Die Pachtverträge für das Restaurant und die benachbarte Surfschule laufen im kommenden Jahr aus, dann soll sich auf dem Grundstück laut Tourismusverwaltung etwas tun. 

Programmstart noch im Dezember 

Aber während ein mögliches Hotel und die weitere Grundstücksnutzung noch Zukunftsmusik sind, steht der neue Kursaal bereits kurz vor seiner Fertigstellung. Einen Namen hat der Veranstaltungsort bereits: Der 400 Plätze fassende Raum soll „Kursaal hoch drei“ heißen. Was genau dort über die Bühne gehen soll, steht aber noch in den Sternen. Nur eins scheint sicher: Noch vor Silvester soll es losgehen, der Programmstart ist für den 28. Dezember 2014 geplant.  

Mit der Vergabe der Nutzung tun sich die Wenningstedter aber offensichtlich etwas schwer. Ursprünglich sollte InselCircus-Direktor Martin Kliewer die künstlerische Leitung übernehmen, also das Programm organisieren. Nach dem Wunsch der Tourismusverwaltung soll es im neuen Saal ein Mix aus Kunst- und Kulturveranstaltungen, Festen, Kongressen, öffentlichen Sitzungen und weiteren Events geben.  

Kommt das Meerkabarett an die Küste? 

Da der Tourismusservice das gesamte Event- und Location-Management nicht selbst übernehmen will oder kann, sucht er jetzt weitere Kooperationspartner. Und damit kommt ein zweiter möglicher (Mit)-Betreiber des Kursaals ins Spiel: Das Meerkabarett in der Sylt-Quelle Rantum möchte gerne auch wieder attraktive Programme außerhalb der Sommersaison nach Sylt bringen – und könnte sich vorstellen, dafür den „Kursaal hoch drei“ zu nutzen. Gut möglich, dass InselCircus, Meerkabarett und Tourismusservice den neuen Saal künftig als Trio bespielen – dann macht der Name „Kursaal hoch drei“ auch Sinn.