Biikebrennen: Sylter Tradition wird Kulturerbe

Das Biikebrennen, das die Sylter seit Jahrhunderten jeden Winter feiern, gilt seit Kurzem als nationales Kulturerbe.

Mitte Dezember entschied die Konferenz der Kultusminister, das Biikebrennen in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen. Damit steht die friesische Tradition des Biikebrennens kulturpolitisch auf einer Stufe mit dem Sächsischen Knabenchor und dem rheinischen Karneval, die ebenfalls auf die Kulturerbe-Liste kamen.

Sylter Tradition seit dem Mittelalter

Das Biikebrennen wird zwar auch an anderen Ecken Schleswig-Holsteins gefeiert, etwa auf Amrum und auf Föhr, Sylt gilt aber als Geburtsort des heidnischen Festes. Der Ursprung der Tradition ist unklar, vermutlich sollte das Feuer im Mittelalter böse Geister vertreiben und die neue Saat beschützen. Auf Sylt und anderen Inseln wurden später auch die Walfänger mit dem Feuer verabschiedet, die sich gegen Ende des Winters auf ihre lange und gefährliche Reise machten.

Sylt-Zeit mit speziellen Angeboten

Der Biiketag ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts der 21. Februar – an diesem Tag brennen nicht nur auf Sylt große Feuer am Strand. Traditionell genießen die Sylter dazu Grünkohl mit Schweinebacke – das und die stimmungsvoll erleuchtete Nacht und die besondere Atmosphäre des Biikebrennens locken natürlich jedes Jahr auch viele Gäste auf die Insel. Deshalb machen jetzt Hotels wie das Miramar unter dem Motto „Min Sölring Tir – meine Sylt-Zeit“ spezielle Angebote: Bis zum 21. Februar genießen Gäste des Miramar ganz persönliche Sylt-Momente – drei Übernachtungen plus zahlreiche Extras wie ein reichhaltiges Frühstücksbüffet, ein Drei-Gänge-Menü, Afternoon-Tea und ein Besuch im Spielcasino kosten ab 340 Euro pro Person.