Dünenschutz auf Sylt: Warum er so wichtig ist

Was wäre die Insel Sylt ohne ihre Dünen? Kilometerweit ziehen sie sich am Strand entlang und bieten, bewachsen von Hafer und Heidekraut, dem Betrachter ein wunderbar romantisches Bild. Doch die Dünen sind nicht aus optischen Gründen da, sie gewährleisten wichtigen Küstenschutz.

Pflanzenbewuchs stärkt die Dünen

Dünen an der Westküste Sylts stellen einen Deichersatz dar. Deiche sind Pflicht an Norddeutschlands Küsten: Sie halten das Land bei Hochwasser trocken und müssen Mensch und Tier vor schweren Sturmfluten schützen. Auf Sylt übernehmen das im Ernstfall die malerischen Dünen. 

Dass die Dünen nicht nur aus Sand bestehen, sondern auch von Pflanzen bedeckt sind, hat einen praktischen Grund: Strandhafer, Heidekraut und andere Gewächse schützen die Dünen, ohne die Pflanzen würde der Wind den Sand stetig abtragen. 

Die Dünen auf Sylt entstanden vor circa 500 Jahren. Der starke Wind trug Sand von trockenen Sandbänken an die Küste, wo er sich zu Dünen ansammelte. In dieser Zeit war Sylt noch um einiges breiter. Heute beobachtet man mit Sorge, dass die Insel an Breite abnimmt. Deshalb ist auch der Dünenschutz ein wichtiges Anliegen in punkto Naturschutz. 

Nur die vorgegebenen Wege benutzen

Zum Naturschutz gehört auch ein wichtiger Hinweis an Touristen: Sie sollen die Dünen nur auf den vorgegeben Wegen überqueren. Diese Hauptwege sind gut zu erkennen, meist handelt es sich um Holzstege. Trampelpfade sollte man vermeiden, geschweige denn eigenmächtigen durchs Grün marschieren. Die Pfade stammen von Touristen, die sich nicht an die Vorschriften halten, und sind Gift für die Dünen: Sie führen dazu, dass der Wind leichtes Spiel hat und Risse in den Dünen entstehen.