In Deutschland ganz oben – List auf Sylt

Es ist die nördlichste Gemeinde Deutschlands: List auf Sylt liegt inmitten von Salzwiesen, Heide und Wanderdünen. 1292 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt – bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehörte es, anders als seine Umgebung, nicht zum Herzogtum Schleswig, sondern zum Königreich Dänemark. Tatsächlich hatte List lange weniger als 100 Einwohner und bestand nur aus zwei Höfen: dem West- und dem Osthof. Erst mit Beginn des Ersten Weltkriegs siedelten sich mehr Menschen hier an – zwischen den beiden Weltkriegen entstand ein Seefliegerhorst, zu dem Bauten und Zivilunterkünfte gehörten. Auch der Lister Hafen entstand in dieser Zeit.


Ort der tausend Möglichkeiten

Auch wenn List Erholungssuchenden heute Freizeitmöglichkeiten ohne Ende bietet, ist es keine rummelige Touristenstadt. Wer beeindruckende Sanddünen, menschenleere Strandabschnitte und eine steife Meeresbrise schätzt, wer gern Möwenschreie hört und maritimes Hafenflair liebt, ist hier richtig. Hier hat nicht nur Jürgen Gosch mit der einst nördlichsten Fischbude Deutschlands seine Restaurantkette „Gosch“ aus der Taufe gehoben, mit „Dittmeyers Austerncompagnie“ ist auch die einzige Austernzucht Deutschlands ansässig.

Westlich von List liegt ein 40 Kilometer langer Sandstrand, der in seiner rauen Wildheit zu den schönsten Stränden Europas gehören dürfte. Wer es sanfter mag und sich mal nicht in hohe Wellen werfen möchte, plantscht stattdessen am flachen und ruhigen Oststrand. Zusätzlich bietet List noch ein ganz besonderes Highlight: das Erlebniszentrum Naturgewalten am Hafen. Hier werden nicht nur nahezu alle Fragen nach Ebbe und Flut, das Leben im Watt oder verschiedenen Wetterphänomenen beantwortet – man kann auch auf Knopfdruck Windstärke 9 produzieren oder eine tosende Brandung erzeugen.

List ist auf jeden Fall und zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert!