Kleinod mit Blick aufs Watt: Munkmarsch

Maritim, klein und beschaulich – Munkmarsch ist ein Dorf, das an der Ostküste von Sylt am Watt liegt und offiziell zur Gemeinde Keitum gehört. Der idyllische Hafen des Ortes war bis zur Eröffnung des Hindenburgdamms Ausgangspunkt der wichtigsten Fährverbindung zwischen Sylt und dem Festland. Heute wird der Hafen überwiegend von privaten Anlegern genutzt.

 

Am Anfang war ein Bauernhof

Unter der Flurbezeichnung „Mönchsmarsch“ wurde Munkmarsch 1422 erstmals erwähnt: Damals war es jedoch vermutlich noch keine Siedlung, sondern nur ein Gehöft, das nördlich der Keitumer Kirche lag. In der Mitte des 17. Jahrhunderts kam noch ein weiterer Hof dazu – hier ging auch eine von Sylts Kornmühlen in Betrieb und blieb bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts im Einsatz. Ab 1888 brachten die ersten Züge der Sylter Inselbahn im Hafen ankommende Gäste ins neue Seebad Westerland – bis dahin mussten sie über unbefestigte Sandwege mit der Kutsche gefahren werden. 1869 wurde das direkt am Hafen gelegene Alte Fährhaus als Posthalterei, Quartier und Aufenthaltsraum für ankommende und abfahrende Passagiere errichtet, bis in die Achtzigerjahre des 20. Jahrhunderts wurde es als Ausflugsrestaurant genutzt und nach einem langjährigen Leerstand schließlich zu einem Luxushotel umgebaut.

 

Tourismus mit Weitblick

Wer früher eine Reise nach Sylt machte, sah zuerst die idyllische Kulisse von Munkmarsch: einige Bauernhäuser, eine Mühle und das alte Fährhaus. Auch heute ist es dieses malerische Bild, das Urlauber immer wieder in den kleinen Ort lockt! Einen Besuch ist die Gemeinde am Watt auf jeden Fall und zu jeder Jahreszeit wert: Von hier aus führen wunderschöne Spazierwege nach Keitum und Braderup.