Mutter aller Promi-Hot-Spots: Sylt zieht Künstler magisch an

Mutter aller Promi-Hot-Spots: Sylt zieht Künstler magisch an

Sylt ist die Lieblingsdestination vieler Nordseeliebhaber. Zu ihnen zählen auch zahlreiche Prominente. Vor allem viele Künstler fühlen sich der Insel verbunden – ihre raue Schönheit hat schon so manche zarte Seele berührt.

Bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts übte Sylt eine magische Anziehungskraft aus: Schriftsteller wie Hermann Hesse und Stefan Zweig, aber auch der Maler Emil Nolde machten gern die Reise durchs Wattenmeer, um in den Dünen und am Nordseestrand Energie zu tanken. Thomas Mann liebte die Künstlerpension „Kliffende“ in Kampen: Der Ort mauserte sich am Anfang des 20. Jahrhunderts zum Sehnsuchtsort vieler Kreativer, Intellektueller und Lebenskünstler.

Die Reichen und Schönen entdecken Sylt

Ende der Sechziger entdeckte der millionenschwere Playboy Gunter Sachs die Insel für sich. Hier feierte er wilde Partys und verbrachte die Tage mit seiner damaligen Gattin Brigitte Bardot an der legendären Buhne 16, einem FKK-Strandabschnitt in Kampen – allerdings in der Badehose. Kampen entwickelte sich in diesen Jahren zum deutschen Saint-Tropez. Im „Pony“ in der Kampener „Whiskymeile“ wurde bis in die Morgenstunden getanzt: Verleger Axel Springer, die persische Ex-Kaiserin Soraya und die Mimen Curd Jürgens und Heinz Rühmann waren häufig dabei.

Mit den Prominenten hielt auch das große Geld Einzug auf Sylt. Immer mehr Einheimische vermieteten im Sommer Zimmer an Urlauber – so manche Bauernfamilie zog während der Saison sogar in den Stall, um zahlungskräftigen Gästen ihre Wohnräume zur Verfügung zu stellen.

Der Hype ist ungebrochen

Bekannte Gesichter finden sich immer noch auf der Insel: Wer Glück hat, läuft vielleicht Günther Jauch, Joachim Löw, Wolfgang Joop oder Sabine Christiansen über den Weg. Die ganz große Partysause der wilden Sechziger dürfte jedoch vorüber sein – heute feiert es sich auf der Insel deutlich diskreter.