Radfahren auf Sylt: E-Bikes für Feinschmecker

Keine nennenswerten Steigungen, schöne Radwege: Sylt ist ein prima Revier zum Radeln. Und damit’s nicht zu anstrengend wird, gibt’s E-Bikes und reichlich Einkehrmöglichkeiten auf der Insel.

Das Sylter Radwegenetz umfasst rund 200 Kilometer. Dazu zählt etwa die stillgelegte Inselbahntrasse, die jeweils 18 Kilometer von Westerland durch die Dünenlandschaft gen Norden und Süden führt. Wer nur Puste für den Hinweg hat, nimmt zurück einfach den Bus. Die Sylter Linienbusse haben Fahrradgepäckträger und picken müde Radler an jeder Haltestelle wieder auf.

Verleihstationen auf der ganzen Insel


Das eigene Fahrrad können Urlaubs-Radler getrost zu Hause lassen. Auf der ganzen Insel verteilt gibt es etwa drei Dutzend Verleihstationen, die fast immer das passende Gerät im Angebot haben. Sportlich gesehen ist der nordseetypische Gegenwind auf einigen Strecken das einzige mögliche Hindernis. Aber auch das lässt sich einfach überwinden – auch auf Sylt gibt es schließlich E-Bikes.

Auch bei stürmischem Wetter machen die Räder mit Elektroantrieb noch ihre 25 km/h – bei minimalem Muskeleinsatz. Drei Verleihstationen vermieten derzeit E-Bikes auf Sylt: Jojo E-Bike in Wenningstedt, die Gastankstelle der Energieversorgung Sylt in Westerland und die Sylter Verkehrs-Gesellschaft auf dem Westerländer Bahnhofsvorplatz.

Radtour kulinarisch
Selbst bei längeren Touren brauchen Radler weder Hunger noch Durst zu fürchten. Eine Flasche Mineralwasser im Gepäck schadet nie, aber letztlich sind es auf Sylt immer nur wenige Kilometer bis zum nächsten Restaurant. Eine reizvolle Streckenvariante für Genießer ist eine Radtour vom Sylter Süden nach Westerland. Auf dem gut 20 Kilometer langen Weg locken zahlreiche kulinarische Verführungen. Das beginnt schon in Hörnum. Stärkung vor dem ersten Antritt können sich Radler im Restaurant Südkap holen und bei Räucherlachs auf Kartoffelrösti erst mal die Aussicht auf die Nachbarinseln Föhr und Amrum genießen.

Richtung Norden geht’s dann zunächst auf der Trasse der ehemaligen Inselbahn. Auf dem Weg gibt’s etliche Möglichkeiten für eine leckere Pause. Etwa das Meermann beim Hörnumer Campingplatz, eine gute Adresse für Fischgerichte. Ein Stückchen weiter nördlich und an der windigen Meerseite gelegen lockt der Klassiker: die Holzhütte der Sansibar. Wer von hier noch weiter fahren will, sollte die umfangreiche Weinkarte des Hauses außer Acht lassen, aber dafür vielleicht eine Kartoffelsuppe probieren.

Zwei Kilometer vor Rantum steht schon die nächste Feinschmecker-Hütte in den Dünen: Im Samoa-Seepferdchen gibt es regionale Spezialitäten und internationale Köstlichkeiten von Steckrübensuppe bis Wolfsbarsch. Wer diese Einkehrstation auslässt, findet ein Stück weiter in den Rantumer Dünen bestimmt ein schönes Plätzchen für eine Stärkung, etwa das Tadjem Deel oder die Strandmuschel. Das Ende der Etappe und den Sonnenuntergang kann man mit einem Cocktail feiern, etwa auf der windgeschützten Terrasse im Westerländer Sunset Beach.