Sanierungspläne für den Hörnumer Hafen schreiten voran

Mehrere Bootsanleger aus Holz, eine betonierte Uferstraße: Zugegeben, der Hörnumer Hafen ist keine Augenweide. Trotzdem gehört er zu Sylt wie die Einkaufsmeile Westerlands. Doch das Örtchen am Meer ist marode. Daran besteht seit Jahren kein Zweifel mehr. Nun soll der Hörnumer Hafen saniert werden. 

Gegenwärtig kaum Platz für alle Schiffe

Seit Jahren ist bekannt, dass beim Hörnumer Hafen Handlungsbedarf besteht. Die Nord- und Südmole mussten im Herbst vergangenen Jahres wegen Einsturzgefahr gesperrt werden. Schiffe sind gezwungen, sich miteinander zu verbinden, um anzulegen – es gibt schlicht nicht genug Anlegestellen. Fatal ist dieser Zustand zum Beispiel für Ausflugsschiffe, wenn die Passagiere erst andere Schiffe überqueren müssen, um an Land zu kommen. 

Bald sollen solche Situationen der Vergangenheit angehören. Denn der Hörnumer Hafen wird saniert. Wie nun feststeht, geschieht das nach den Plänen des Hamburger Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner (GMP), das bereits die Entwürfe für den Berliner Hauptbahnhof und Frankfurter Flughafen erstellte. Acht international bekannte Büros hatten sich beworben, die renommierten Architekten aus der Hansestadt machte das Rennen.

Eine kleine Promenade für Gastronomie und Einzelhandel 

Der Entwurf wurde Ende Juli der Gemeindevertretung vorgestellt. Demnach entsteht im Süden eine große Mole für gewerbliche Schiffe. Eine neue Nordmole bietet Platz für Wasseraktivitäten. Das Uferbauwerk, die Kaje, soll zu einer Art Promenade mit Restaurants, Einkaufsläden, Fischereiständen und touristischen Informationen umgestaltet werden. 

Dass sich die Sanierung um mehrere Jahre verzögert, liegt an den Zuständigkeiten. Denn der Hörnumer Hafen gehört noch dem Bund. Dieser nutzte ihn einst für militärische Zwecke, braucht ihn aber seit 2006 nicht mehr. Seitdem möchte der Bund den Hafen loswerden und an die Gemeinde verkaufen. Eine Kompromisslösung, bei d