Sylt – Natur pur erleben

Diese Insel hat sich längst den 1. Platz auf der Beliebtheitsskala der Deutschland-Urlauber gesichert. Im Westen genießt man die feinen Sandstrände und die Steilküste, im Osten ist es der geschützte Naturpark Wattenmeer, der die Besucher in seinen Bann zieht. Ein Spaziergang führt auf Sylt durch die hohen Dünen und die Vogel- und Pflanzenwelt die sich hier am Wegesrand zeigt. All das, macht Sylt für die Erholung erst richtig interessant.

Landschafts- oder Naturschutzgebiet

Wie wichtig die Natur den Insulaner ist zeigt sich auch daran, dass sie bereits 1923 Kliffe, Dünen, Heidegebiete und die Brutstätten für die Zugvögel als Schutzgebiete ausgewiesen haben. Im Klartext heißt das: Von 100 Quadratkilometern Sylt ist die Hälfte der Fläche geschütztes Landschafts- oder Naturschutzgebiet.

Heute helfen Insulaner und Gäste mit, diese einzigartige Natur zu schützen. Sie nutzen ausschließlich die angelegten Wege und Übergänge, die einen Spaziergang durch die elf Schutzgebiete ermöglichen. Das Abbiegen auf Trampelpfade ist schon lange verpönt. Denn schließlich wollen alle, dass Sylt noch lange so bleibt wie es heute ist. So Einzigartig wie Sylt ist, ist auch das Wattenmeer vor der Insel. Das steht heute auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Das heißt, dass dieses Gebiet auch international unter Schutz gestellt wurde. Muscheln, Würmer und natürlich auch die Robben auf den Sandbänken prägen diesen einzigartigen Lebensraum, dessen Leben die Gezeiten Ebbe und Flut bestimmen.

Naturgewaltig und erholsam: Sylt

Ob Barfuß oder mit Gummistiefeln – die Wattwanderungen vor Sylt sind Erlebnis und Erholung zugleich. Bei Ebbe kann man direkt durch diesen so einzigartigen Lebensraum gehen und gleichzeitig die Weite des Wattenmeers auf sich wirken lassen. Viele Angebote auf der Insel bietet Führungen durch das Watt im Osten der Insel. Die Besucher lernen hier wie wichtig das ökologische Gleichgewicht des Wattenmeers ist und wie die einzelnen Organismen mit den Gezeiten leben. Der Nationalpart „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ zieht jedes Jahr viele hunderttausend Besucher an.

Sylt bezaubert aber auch durch seine einzigartigen Kliffe. Diese sind durch Gletscher entstanden, die hier schon vor 180.000 Jahre die Gesteine bearbeitet und geprägt haben. Der Anblick der Kliffe ist so unterschiedlich wie die Natur selbst. Das Morsum Kliff im Osten wird in der Abendsonne in dunkles Rot getaucht und begeistert so die Gäste und die Insulaner ebenso wie die Naturschützer und Geologen. In Keitum befindet sich das Grüne Kliff, hier haben Moose und Flechten geschafft, das Kliff zu erobern. Sie überziehen die Gesteine mit sattem Grün. Der helle Sand des Weißen Kliffs ist da ganz anders, er leuchtet im Gebiet Munkmarsch/Braderup.

Wer es jedoch eher „naturgewaltig“ mag, der wird seinen Blick nicht vom Roten Kliff an der Westküste abwenden können. Besonders in der Abendsonne ist der Blick auf die dann rot gefärbte Steilküste atemberaubend. Dieses Kliff trotzt seit Jahrzehnten den Stürmen und Sturmfluten und der starken Nordseebrandung. Das Meer ringt Sylt an dieser Stelle immer wieder ein Stück der Steilkante ab. Kein Wunder also, dass gerade hier der Küstenschutz immer bedeutender wird. Tonnenweise Sand wird aufwendig aus dem Meer gepumpt und durch aufwendiges Aufschütten wieder der Insel zugeführt. Sylt ist eine Insel mit Gegensätzen – Promis und Sternchen lieben den Rummel, die Familien und Urlaubsgäste erholen sich in der Natur.