Sylt im November

Die Tage sind schon ziemlich kurz, die Nächte lang. Und ob sich im November über Sylt die Sonne sehen lässt, ist durchaus ungewiss. Dafür leuchten die Sterne umso heller über der Insel – und das nicht nur nachts: Das Veranstaltungs-Highlight dieser Tage ist nämlich das Gourmetfestival. Und dabei stehen nicht weniger als 14 Sterneköche am Herd.

Sterne über Hörnum

Das kulinarische Event geht dieses Jahr zum zweiten Mal über die Bühne. Jens Rittmeyer, Sternekoch und Chef im Restaurant KAI3 im Budersand-Hotel in Hörnum, lädt 13 befreundete Kollegen vom 4. bis 7. November zu Luncheons, Workshops und Gala-Dinners ein. Die versammelten Köche bringen es auf insgesamt 21 Michelin-Sterne und werden ihren Gästen mit dem Löffel in der Hand zeigen, wo es in der Küche langgeht.

Neben drei Festivalabenden und zwei Gourmet-Luncheons, jeweils kreiert von Hans Horberth, Christoph Rainer, Thomas Bühner, Christoph Rüffer und Kevin Gehling, steht am vierten Tag die Abschluss-Gala „Rittmeyer & Friends“ auf dem kulinarischen Programm, bei der der Gastgeber mit sieben seiner Kollegen kreative Gaumenfreuden serviert. Für die korrespondierenden Weine sorgt Master-Sommelier Hendrik Thoma. Die Veranstalter rät zu rechtzeitiger Reservierung – sonst guckt der eine oder andere Feinschmecker enttäuscht in die Röhre.

Scheunenmarkt und Weihnachtsfeier

Für eher bodenständige Genüsse steht der 3. Scheunenmarkt der Sylter Landschlachterei am 24. und 25. November. Serviert werden hausgemachte Grillwürstchen, Grillfleisch und Kuchen. Die Landschlachterei finden Sie an der Kreisstraße 333 gegenüber vom Keitumer Bahnhof. Könnte ja sein, dass beim Gourmetfestival irgendjemand nicht satt geworden ist. Einen Vorgeschmack auf Weihnachten gibt es auf dem ersten Weihnachtsmarkt der Insel. Das Muasem Hüs in Morsum macht an drei Tagen vor dem ersten Advent schon mal Stimmung und feiert „Jöötir ön Muasem“ (30. November bis 2. Dezember). Mehr als 30 meist private Aussteller präsentieren an ihren Ständen Handarbeiten, weihnachtliche Dekoartikel, Kunsthandwerk sowie Schmuck. Klar, dass es auch Würstchen, Gebäck und Glühwein gibt. Die Schlemmerei kann also weitergehen …

Fotorechte: Matthias Krittgen