Sylt Shuttle: Immer in Verbindung

Entschuldigen Sie, wenn wir einen Moment mal ganz weit zurückblicken. Auf den Ursprung Sylts. Das ist wichtig, denn der Ursprung Sylts hat durchaus einiges zu tun mit den Autozügen, die heute das Festland und die Insel verbinden. Denn die Grundlage für das sogenannte Sylt Shuttle wurde bereits vor sehr, sehr langer Zeit geschaffen.

 

Zurück in die Vergangenheit

Es war etwa 8000 vor Christus, da wurde das heutige Sylt vom Festland abgetrennt. Ja, und dann hatte die neu entstandene erst einmal ein paar Jahrtausende Ruhe. Klar, sie veränderte sich. Hier wurde ein Stück abgebrochen, dort ein Teil des Landes ins Meer gespült, aber ansonsten ließ man Sylt in Ruhe.

Etwa 450 nach Christus soll das Eiland dann von Angeln und Sachsen benutzt worden sein, um von hier nach England überzusetzen. Und weil sie schon mal da waren, haben sie die Insel dann auch gleich erobert.

Ohne jetzt noch tiefer in die Geschichte der Insel, die einst Teil des Festlandes war, einsteigen zu wollen: Jahrtausende war es nur per Schiff möglich, Sylt zu erreichen. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das gelegentlich mehr als mühsam. Wenn im Winter Eisschollen in der Fahrrinne zwischen dem damals deutschen Tondern und Sylt trieben, konnte die Überfahrt mit dem Raddampfer gut und gerne drei Tage dauern.

Nach dem ersten Weltkrieg fiel Tondern an das Königreich Dänemark, Sylt blieb deutsch. Nun war es jedoch erforderlich, die Grenze zu passieren, um nach Sylt zu gelangen. Deshalb begann Deutschland – bedrängt von Dänemark – mit der Planung eines direkten Zuganges zur Insel. 1923 wurde mit dem Bau eines Dammes begonnen, doch schon vier Monate nach Baubeginn schwemmte eine gewaltige Sturmflut alles bis dahin erbaute wieder davon.

Die Ingenieure verlegten die Strecke weiter nach Norden und begannen erneut. Vier Jahre später war es dann endlich soweit. Der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg weihte die direkte Eisenbahnverbindung zwischen dem Festlandsbahnhof Klanxbüll und Westerland auf Sylt. Hindenburg war auch der erste offizielle Fahrgast auf der 39 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Festland und Eiland.

Einen offiziellen Namen hatte der Damm bei der Einweihung nicht. Es sollen Sylter Bürger gewesen sein, die ihn geprägt haben.

 

Sylt Shuttle: Der direkte Weg nach Sylt

1950 wurden erstmals auch Fahrzeuge samt Fahrern per Zug nach Sylt transportiert. Was damals etwas ganz Besonderes war, ist sechs Jahrzehnte Später eine Selbstverständlichkeit, und die bequeme und sichere Art, in der die meisten Urlauber Sylt erreichen.

Heute fahren die sogenannten „Sylt-Shuttles“ als 60 bis 90 Minuten, in der Saison sogar jede halbe Stunde. Schnell, direkt und oft halt. Die Fahrtzeit der Züge ist auf gerade mal 35 Minuten geschrumpft. Unglaublich, wenn man bedenk, wie langwierig ist noch vor 100 Jahren war, nach Sylt zu reisen.

Eine Reservierung eines Platzes ist übrigens nicht möglich! Sobald Sie den Bahnhof von Klanxbüll erreichen, fahren Sie auf den jeweils wartenden Auto-Zug auf (oder reihen Sie sich in die Warteschlange). Während der Fahrt bleiben Sie im Wagen sitzen und erreichen so staufrei und entspannt die Insel Sylt.

Sie möchten Sylt besuchen und brauchen mehr Informationen? Bitteschön!

Sylt Shuttle Servicetelefon: 01805 934567(12 ct/Min.)

Die aktuellen Fahrzeiten des Sylt Shuttle können Sie unter dieser Nummer abfragen: 4651 5096