Sylter Häfen – ein wie gemacht für Aktiv-Urlaub

Sylt hat vier Häfen: List im Norden, Hörnum an der Südspitze der Insel, dazwischen liegen Munkmarsch und Rantum mit ihren Marinas.

List und Hörnum eignen sich prima für einen entspannten Tagesausflug vom Hotel Miramar – maritimes Hafenflair schnuppern, den Schiffen beim Ein- und Auslaufen zusehen, den Fischern beim Netzflicken oder um ganz einfach einen Snack und ein kühles Pils auf der Mole zu genießen. Die Häfen von Munkmarsch und Rantum sind Eigentum von Jachtclubs und damit leider nicht öffentlich zugänglich. Macht aber nichts, denn in List und Hörnum gibt’s für Hafenromantiker genug zu sehen.

List: Der Hafen als Eventfläche

Der Lister Hafen ist Sylts wichtigster Anleger für Personenschiffe. Hier legt der Sylt-Express an und ab, der Sylt mit der dänischen Nachbarinsel Romo verbindet. List ist außerdem Ausgangspunkt vieler Fahrten der Adler-Schiffe zu den Seehundbänken, den deutschen Nachbarinseln Amrum und Föhr, zu den Halligen und ins Wattenmeer. Auch die Kutter der Krabben- und Muschelfischer machen an der Lister Mole fest. Im Sommer können Schaulustige ein besonderes Spektakel vor List verfolgen: Dann machen nämlich etliche Kreuzfahrtschiffe an der Sylter Nordspitze Station. Sie legen allerdings nicht an, sondern gehen einige Hundert Meter weiter draußen auf Reede. 

Längst ist der Lister Hafen mehr als „nur“ ein Hafen – er ist ein Zentrum verschiedener touristischer Angebote. Im Neubau der Alten Tonnenhalle gibt’s Boutiquen, Marktstände, Restaurants und Cafés, gleich gegenüber liegt Deutschlands nördlichste Fischbude „Gosch“, die allerdings längst keine Fischbude mehr ist, sondern ein gastronomischer Großbetrieb. Fangfrische Austern gibt es um die Ecke bei Dittmeyers Austerncompagnie, der einzigen Austernzucht Deutschlands. Das Erlebniszentrum Naturgewalten, nördlich der Mole, gewährt Einblicke in den Nationalpark Wattenmeer und das Leben am und im Wasser.

Hörnum: Frachter und ein großes Fest

Während List schon im Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz war, blieb es in Hörnum an der Südspitze der Insel lange Zeit eher ruhig. Erst mit dem Bau des HAPAG-Anlegers 1901 und der regelmäßigen Fährverbindung von Hamburg über Hörnum nach Helgoland kam Leben in den kleinen Naturhafen. Auch von Hörnum starten Ausflugsschiffe zu den Nachbarinseln, Halligen und den Sandbänken der Seehunde. 

Weil das Wasser im Hafen aber tideunabhängig relativ tief ist, können hier größere Frachtschiffe und Versorgungsschiffe für die Offshorewindparks an der deutschen Küste vor Anker gehen. Der Hörnumer Hafen ist also mehr von klassischer Hafenwirtschaft geprägt als sein Pendant im Norden der Insel. Aufs Feiern und Genießen verstehen sich die Hörnumer aber genauso gut: Ein Highlight im Sylter Veranstaltungskalender ist das alljährliche Hafenfest (dieses Jahr vom 1. bis 3. August), das mit Großseglern, Shanties, Krabbenpulwettbewerb und Feuerwerk Tausende Besucher anzieht.

Am 18. Mai feiert ganz Deutschland den Internationalen Museumstag – auch Sylter Museen machen mit. Die beiden Keitumer Museen des Heimatkunde-Vereins Söl’ring Foriining, das Heimatmuseum und das Altfriesische Haus laden an diesem Tag zu einer Zeitreise in das Sylt vergangener Jahrhunderte.