Sylter Mineralwasser


Sylt ist gesegnet mit Wasser: Am Strand brandet die Nordsee. Und tief unter der Insel schwappt das Mineralwasser der „Sylt Quelle“ – ein begehrter und gesunder Durstlöscher.

Die Sylter sind wirklich verwöhnt: mit frischer Luft, prickelnden Nordseewellen und einer zumindest in weiten Teilen noch ziemlich reinen Natur. Und unter den Dünen der Nordseeinsel liegt noch ein echter Schatz vergraben: nicht Gold und Geschmeide aus alten Seeräubertagen, sondern klares Mineralwasser. Die Sylt Quelle in Rantum fördert den erfrischenden Stoff seit zwanzig Jahren aus einer Tiefe von gut 650 Metern. Sylt-Besucher bekommen davon so gut wie nichts mit, denn die Quelle sprudelt im Verborgenen.

Die Quelle unter der Düne

In den Dünen bei den Strandabschnitten Samoa und Sansibar liegen zehn Brunnen versteckt, geschützt durch eine Luke. Das hochgepumpte Wasser fließt von dort zu einem zentralen Brunnenhäuschen, Ausgangspunkt der etwa vier Kilometer Pipeline zum Abfüllbetrieb in Rantum. Bis zu 10 000 Liter Wasser kommen dort pro Stunde an, wo das zehn Grad kühle Nass auf Flaschen gezogen wird.

Natürlich nicht einfach so: Das Wasser wird, wie es sich für ein deutsches Mineralwasser gehört, ständig untersucht. Das Sylter Mineralwasser hat, das passt zu einer außergewöhnlichen Insel, eine besondere Zusammensetzung. Es enthält eher wenig Natrium, dafür viel Magnesium und eine vergleichsweise große Menge Jod. Dieser Stoff ist unverzichtbar für eine gesunde Entwicklung und den menschlichen Stoffwechsel. Eine 0,75l-Flasche der Marke Sylt Quelle deckt den Tagesbedarf an Jod. Sicher ein Pluspunkt für das Wasser von der Insel. Kenner schwören aber eher auf den kräftigen Geschmack, der das Sylter von vielen anderen Mineralwassersorten unterscheidet.

Das Restaurant am Wasser

Insulaner und Gäste können das Wasser nicht direkt an der Quelle, aber doch gleich neben der Abfüllanlage genießen. Im „Genuss-Raum“ der Sylt Quelle in Rantum, ein runder lichtdurchfluteter Bau mit Platz für bis zu 100 Personen, eröffnete im vergangenen Jahr das il restaurante. Zu Pasta, Fisch und Fleisch wird natürlich auch das Sylter Wasser serviert. Dazu gibt’s noch geologischen Anschauungsunterricht: Im Restaurant ausgestellt ist ein Bohrkern im Maßstab 1:100, der zeigt, wie der Sylter Untergrund beschaffen ist. Bis der erste Gang kommt, ist sicher Gelegenheit für eine kurze Zeitreise durch 65 Millionen Jahre Erdgeschichte, durch Dünensand, Sandstein, Tuff und Kreide. Ganz unten liegt die Kalkschicht, aus der das Sylter Mineralwasser stammt.