Sylter Museen

Was tun auf Sylt, wenn die Strandkörbe eingepackt werden, die Nordsee zum Baden zu kalt ist und der Wind über die Dünen pfeift? Machen Sie doch einfach einen gemütlichen Ausflug in die Inselgeschichte.

Ein Verein, vier Museen

Seit über 100 Jahren pflegt die Söl’ring Foriining Sylter Traditionen und Historie. Der Verein setzt sich für den Erhalt der Sylter Sprache „Sölring“ ein, kümmert sich um Küstenschutz, Naturschutz, Denkmal- und Heimatpflege. Und er betreibt vier Museen auf der Insel, die auf ganz unterschiedliche Weise Sylter Geschichte präsentieren. Alle vier Museen haben ihre Türen auch in der Nachsaison geöffnet. Ein gute Gelegenheit, die Ferieninsel mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen. Denn auch lange vor dem Bau des Hindenburgdamms, der Erschließung Kampens zur Partymeile oder dem Siegeszug der Sterneköche war auf Sylt eine Menge los.

Die Museen und ihre Oktober-Öffnungszeiten

Im Altfriesischen Haus in Keitum wird Sylter Lebensart und Wohnkultur aus dem 18. und 19. Jh. lebendig. Geöffnet hat das Haus im Oktober montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, an den Wochenenden von 11 bis 17 Uhr. Ebenfalls im ehemaligen Kapitänsdorf Keitum liegt das Sylter Heimatmuseum. Das Haus zeigt die Inselgeschichte von den Anfängen bis in das 20. Jh. und ist im Oktober montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, an den Wochenenden von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

In der Kampener Vogelkoje gibt es eine Entenfanganlage aus dem 18. Jh. zu sehen und einen idyllischen Naturlehrpfad zu erwandern. Die Koje, gelegen zwischen Kampen und List, ist im Oktober täglich von 11 bis 16 Uhr zugänglich. Ganz weit zurück in die Sylter Vergangenheit führt ein Ausflug in das vierte Museum der Söl’ring Foriining. Der Denghoog, nahe der Wenningstedter Kapelle, ist ein Großsteingrab aus der Jungsteinzeit. Die begehbare Anlage, im Oktober täglich von 11 bis 16 Uhr geöffnet, gibt Einblick in Sylter Sitten und Gebräuche vor 5000 Jahren. Die waren deutlich spartanischer als heute.

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