Sylter Naturerlebnisse

Sylt liegt inmitten des Nationalparks Wattenmeer, das seit 2009 als UNESCO-Welterbe anerkannt ist. Der Park lässt sich vortrefflich auf einer Wattwanderung oder einer Kutterfahrt erkunden. Aber auch auf der Insel selbst locken zahlreiche Naturerlebnisse.



Naturgewalten und Schutzstation

Die Sylter Tier- und Pflanzenwelt erleben – dazu müssen Sie nicht einmal nasse Füße riskieren. Im Erlebniszentrum Naturgewalten in List wartet eine Ausstellung zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen. Auf 1500 Quadratmetern Fläche wird erklärt, wie spannend die Natur zwischen Watt und Dünen sein kann, was es mit dem Küstenschutz auf sich hat, wie das Wetter Mensch, Tier und Landschaft mitspielt und was das globale Klimageschehen mit Sylt zu tun hat. Die Sonderausstellung “Expedition: Arktis” läuft noch bis zum 31. August.

Die Schutzstation Wattenmeer in Hörnum, zugleich Nationalpark-Infozentrum der Insel, bietet Watt-, Strand- und Dünenexkursionen und erlaubt einen Blick auf die Arbeit der Naturschützer. Die Besucher können dabei sein, wenn in den Aquarien der Station die Raubtiere des Meeres gefüttert werden, eine geführte Wanderung um den Süden der Insel machen und der Frage nachgehen, ob Sylt wirklich irgendwann in den Fluten versinkt oder Hörnum bei Nacht erleben und sich von Sternen, Strand und Vogelstimmen verzaubern lassen.

Seevögel und Meeresbewohner

Der Verein Jordsand im Rantum-Becken informiert über das größte und artenreichste Seevogelschutzgebiet der Insel, eine Gelegenheit, Austernfischer und Alpenstrandläufer aus der Nähe zu beobachten.

Vornehmlich um Enten geht es in der Kampener Vogelkoje. Dort wurden bis 1913 jährlich etwa 25 000 Enten in einem ausgeklügelten Reusensystem gefangen. Heute steht die Anlage unter Denkmal- und Naturschutz und kann besichtigt werden. Den Besucher erwarten ein Museum zur Kulturgeschichte des Sylter Entenfangs, ein Naturlehrpfad und ein schöner Blick über das Wattenmeer.

Im Sylt Aquarium in Westerland kommt man den Meeresbewohnern ganz nah. In 25 Meerwasserbecken schwimmen und treiben über 2000 Fische, Krebstiere und Muscheln durch heimische und tropische Unterwasserwelten. Nachgebildet ist das Leben im Hafen, im Wattenmeer, in der offenen Nordsee und im Korallenriff. Die beiden größten Themen-Becken, “Helgoland” und “Korallenwelt”, sind durch einen jeweils zehn Meter langer Glastunnel begehbar – Haie, Rochen und Seespinnen sind zum Greifen nah.

IMG: peppi18 – Fotolia