Sylter Spezialitäten – Der Grog

Im Herbst und im Winter gehört er zu Sylt wie Dünen und Meer: Der Grog ist hier viel mehr als ein Heißgetränk! Nach eisigen Strandspaziergängen wärmt er Körper und Seele – die, die nicht frieren, trinken ihn aber mit großer Begeisterung auch zu jeder anderen Gelegenheit. Weihnachten, Silvester, Biike-Brennen: Ohne Grog geht auf der Insel gar nix. Mit Ei oder ohne Zucker – jeder trinkt ihn so, wie er mag! Ein bekanntes Grog-Lied sagt: „Rum muss, Zucker darf, Wasser nicht zu viel – ein Grog, der muss Prozente haben, sonst nützt er dir nicht viel.“ Da ist mit Sicherheit viel dran: Hier das Rezept für den Grog-Klassiker schlechthin: 

Pro Grog 150 ml Wasser zum Kochen bringen und 1 bis 2 Esslöffel Zucker oder Honig darin auflösen. Die heiße Mischung in einen vorgewärmten Becher geben und 4 cl Rum dazu geben. Für den unverfälschten Grog-Effekt ganz wichtig: Heiß trinken! 

Maritime Herkunft

„Erfunden“ wurde der Grog übrigens 1740 von Admiral Edward Vernon. Dieser verordnete seiner Mannschaft auf langen Schiffsreisen täglich einen Zuckerrohrschnaps. Der wesentlich stärkere Vorgänger des Rums wurde mit heißem Wasser und Zitronensaft verdünnt und sollte eine wirksame Prophylaxe gegen Skorbut sein. Da der Admiral zu jeder Tages- und Nachtzeit einen alten Bootsmantel aus derbem Kamelhaar, einem „Grogram“ trug, bekam er von seinen Männern den Spitznamen „Old Grog“. Damit hatte denn auch seine vielgeliebte „Medizin“ einen Namen – und diese wärmt uns auch heute noch.

Also: Nich lang schnacken, Kopp in’n Nacken und Wohl bekomm’s!