Sylter Strandkorbgeschichten

Sylt ist nicht nur Urlauber-Ziel und Promi-Treffpunkt, sondern auch Schauplatz vieler Krimis und Romane. Jüngstes Produkt dieser literarischen Beziehung: ein Kurzgeschichten-Wettbewerb und ein Buch mit Strandkorbgeschichten.

Mit Engeln und Cinderella

Deutschlands berühmteste Ferieninsel scheint nicht nur auf Urlauber anregend zu wirken. Strand und Dünen, Nordseeluft und Friesen-Katen inspirieren auch viele Autoren zu launigen Geschichten, in denen die Insel zumindest eine prominente Nebenrolle spielt. Eva Ehley lässt in ihren Sylt-Krimis etwa “Engel sterben” oder “Frauen lügen”, Emma Billing erzählt in “Cinderella auf Sylt” eine moderne Aschenputtel-Geschichte.

Sylt und Literatur, das scheint also zu passen. Im vergangenen Jahr schrieben daher der Windspiel-Verlag und die Sylter Autorin Sina Beerwald den 1. Sylter Kurzgeschichtenpreis aus. Die Aufgabe lautete, den besonderen Charakter von Insel und Insulanern zu einer intelligenten Short Story zu verarbeiten. Aus über 200 Einsendungen von Autoren aus ganz Deutschland wurden jetzt die drei Preisträger ermittelt.

Strandkorbgeschichten für den Urlaub

Die Geschichten der Preisträger Andrea Tillmanns, Ella Daelken und Wolfgang Brenneisen landen nun zusammen mit 22 weiteren Storys in dem Sammelband “Strandkorbgeschichten Sylt”. Das Buch erscheint Anfang März, hat 208 Seiten und kostet ca. 11 Euro. Der Verlag verspricht spannende und vielseitige Unterhaltung. Die Geschichte spielen rund um das beschauliche Morsum, das quirlige Westerland oder das mondäne Kampen. Es geht zu Fuß durchs Watt, auf dem Fahrrad über die Dünen, mit dem Auto auf Mörderjagd oder am Fallschirm schwebend quer über die Insel. Klingt nach sommerlicher Urlaubslektüre für den Strandkorb irgendwo zwischen List und Hörnum.