Sylts Sportart Nr. 1: Kleines Surf-Glossar zum Start der Saison

Sylts Sportart Nr. 1: Kleines Surf-Glossar zum Start der Saison

Surfen ist nicht gleich surfen. Zwischen den einzelnen Arten, auf einem Brett über das Wasser zu gleiten, gibt es große Unterschiede. Auf Sylt kann man sie alle entdecken und ausprobieren. Damit Sie sich in der Welt des Surfens besser zurechtfinden, lesen Sie hier unser kleines Surf-Glossar.

Wellenreiten

Dahinter verbirgt sich die älteste und bekannteste Form des Surfens. Zum Wellenreiten braucht man nur ein Brett und die perfekte Welle. Charakteristisch ist das Anpaddeln, mit dem die Surfer bäuchlings auf dem Brett beschleunigen. Erwischen Sie den richtigen Punkt der Welle, springen sie auf und surfen im Stehen weiter. 

Windsurfing

Wie der Name sagt, ist für diese Art des Surfens ordentlich Wind nötig. Nur wenn der richtig in das auf dem Brett befestigte Segel bläst, lässt es sich über das Meer gleiten. Erfahrene Surfer erreichen je nach Windstärke Geschwindigkeiten von bis zu 45 Stundenkilometern. Dank des dreh- und kippbaren Segels können die Sportler rasante Wendungen vornehmen. Da man für das Windsurfing zwar Wind, aber keine Wellen braucht, eignen sich auch Binnengewässer zum Üben. 

Kitesurfing

Hier dient nicht das Segel als „Motor“, sondern ein Lenkdrachen. Der Sog des Drachens macht spektakuläre Sprünge in atemberaubende Höhen möglich. Bei starkem Wind sollten sich nur erfahrene Surfer aufs Meer wagen. Denn wer nach oben gezogen wird, muss auch wissen, wie er sicher wieder herunterkommt – und dazu benötigt man Erfahrung. 

Bodysurfing

Hier braucht es nur den eigenen Körper, die richtige Technik und natürlich die perfekte Welle. Ein Brett, wie man es von den anderen Surfarten kennt, ist überflüssig – der Surfer reitet die Welle allein mit seinem Körper. Mittlerweile gibt es eine regelrechte Kultur um diese Art des Surfens: Anhänger tauschen sich in Foren über die richtige Körperhaltungen und das beste Timing aus. Die meisten Bodysurfer nutzen Flossen an den Füßen und ihre ausgestreckten Arme, um auf der Welle zu gleiten. Erfahrene Sportler beherrschen sogar Rollen und das Surfen in Rücklage. 

Shortboard-Surfing

Im Prinzip handelt es sich bei dieser Form um eine Art des Wellenreitens – mit einem besonders kurzen Brett. Das macht das Shortboard-Surfing um einiges anspruchsvoller. Denn das Balancieren auf dem kurzen Brett ist wegen der geringeren Fläche komplizierter. Gerade die Take-offs, also der Anfang des Surfens einer Welle, kann wackelig und steil sein. 

Stand-Up-Paddling (SUP)

Der jüngste Surftrend: Hier stehen die Teilnehmer auf einem breiten Board und bewegen sich paddelnd vorwärts. Stand-Up-Paddling (SUP) ist deshalb eigentlich mehr dem Paddeln als dem Surfen zuzurechnen. Die Sportart geht auf polynesische Fischer zurück. Beim SUP-Surfen hingegen wird das Paddeln mit dem Wellenreiten kombiniert. Das Paddel bringt den Teilnehmern die Möglichkeit, mehr Balance zu halten und schneller voranzukommen. 

 

Übrigens: Wer sich die verschiedenen Techniken anschauen möchte, ist im Juni auf Sylt genau richtig. Bis zum 5. Juni messen sich SUP-Surfer und Wellenreiter im Rahmen des „Summer Openings“. Ab dem 27. Juni sind dann die Kitesurfer bei ihrem alljährlichen großen „Kitesurf-Cup“ dran.