Warum Sylt heute deutsch und nicht dänisch ist

Sylt gehörte in seiner Geschichte nicht immer zu Deutschland, sondern lange Zeit zu Dänemark. Die Verhältnisse und Grenzlinien änderten sich jedoch ab 1864 nach einem Krieg grundlegend. 

Bis zum 12. Jahrhundert war Sylt frei, bis die Dänen es unterwarfen und regelmäßige Abgaben forderten: Die Steuerlast betrug laut einem Schriftstück aus dem Jahre 1231 „40 Mark feines Silber“. 

Im Jahre 1252 kam es bei Oldenswort zur Schlacht zwischen Dänen und Nordfriesen, bei der sich die Dänen geschlagen geben mussten. Sylt erlangte kurzzeitig seine Unabhängigkeit zurück. Nicht einmal hundert Jahre später war es damit jedoch wieder vorbei. Im Jahre 1344 fiel Waldemar IV., damaliger dänischer König, mit seinem Heer ein und unterwarf die Friesen erneut. 

Kampf zwischen Dänen und Friesen

Daraufhin blieben Sylts Einwohner lange Zeit den Dänen in Sachen Rechte und Pflichten gleichgestellt. Sylt wurde im Laufe des 14. Jahrhunderts ein Teil des Herzogtums Schleswig, das damals noch unter der Herrschaft Dänemarks stand. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts jedoch forderten viele, dass das deutsche Holstein und die das dänische Schleswig zusammengelegt und zum deutschen Bund gehören sollten. 

1863 jedoch schrieb Dänemark in seiner Verfassung fest: Sylt bleibt Teil Dänemarks. Da dies jedoch einem völkerrechtlichen Abkommen der Großmächte widersprach, dem Londoner Protokoll, blieben die Folgen nicht aus: 1864 marschieren Truppen der führenden Staaten des Deutschen Bundes, Preußen und Österreich, im Territorium des heutigen Schleswig-Holstein ein. Erst zum Ende des militärischen Schlags, heute als Deutsch-Dänischer Krieg bekannt, setzten die Truppen nach Sylt über. Die Insel wurde schließlich im Rahmen des Wiener Friedens zur preußischen Provinz und gehört seitdem zu Deutschland.

Quelle: https://www.shz.de/lokales/sylter-rundschau/wie-sylt-von-der-daenischen-herrschaft-befreit-wurde-id3860816.html