Westerland: Die Seeburg macht sich fein

Neuer Glanz für ein altes Haus: Die Seeburg an der Westerländer Friedrichstraße wird von Grund auf saniert.  

Eines der bekanntesten Gebäude der Westerländer Innenstadt bekommt ein neues Gesicht – und ein neues Innenleben. Das Haus Seeburg in der Friedrichstraße wird rundum saniert. Das 1903 als Hotel erbaute Backsteingebäude ist derzeit komplett von Planen verhüllt und wird bis auf die Grundmauern entkernt. Auch die Fassade soll einen neuen Look erhalten – sandfarben, edel und mit Balkons aufgelockert.  

Neueröffnung 2015 

Die Umbaumaßnahmen sollen spätestens bis zum Beginn der Sommersaison 2015 abgeschlossen sein. Dann ist das Haus für Sylter und ihre Gäste wieder zugänglich. Nach den Plänen des Besitzers, des Galeristen Harry Mensing, sollen im Erdgeschoss die beiden Westerländer Mensing-Galerien und ein Gastronomiebetrieb einziehen. In den oberen Stockwerken wird’s Ferienapartments geben – wie schon in den vergangenen Jahrzehnten. Mit dem Unterschied, dass die zwölf Wohnungen nun ein zeitgemäßes Design und eine hochwertige Ausstattung bekommen.  

Bewegte Geschichte 

Bei der Modernisierung sind sich Besitzer und Bauherr, der Innenarchitekt Richard Deventer, der Geschichte des Gebäudes bewusst. Die Seeburg soll wieder in dem Glanz erstrahlen, der sie vor über hundert Jahren berühmt gemacht hat. Zur Kaiserzeit galt die Seeburg als eines der besten Häuser am Platz, später traf sich die Prominenz an der Bar des Hauses. Zu den Gästen der Seeburg zählten der Legende nach Marlene Dietrich, Hans Albers und Max Schmeling. 

Die Geschichte der Seeburg als Hotel endete 1976, danach wurden die oberen Räume als Ferienwohnungen genutzt. Zuletzt war das Haus kein Schmuckstück mehr, sondern eher ein düsteres Gemäuer mit verstaubtem Interieur. Irgendwann im Frühjahr des kommenden Jahres beginnt ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte Hauses – als schimmernde Perle in der an Architekturglanz eher armen Westerländer City.