Gut in der Zeit: Sonnenuhren auf Sylt

Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heiteren Stunden nur! Dieser Spruch trifft auf Sylt ganz besonders zu. Durchschnittlich siebeneinhalb Stunden täglich scheint die Sonne im Sommer auf der Insel – zahlreiche Sonnenuhren machen sich den Sonnenschein zunutze und erstrahlen in dessen Glanz.

Früher teilte die Sonne die Zeit ein

Wenn die Sonne leuchtet, strahlen auch die Gäste in unserem Luxushotel auf Sylt! Ein Spaziergang am Strand, eine Radtour über die Insel machen bei Sonnenschein einfach viel mehr Spaß. Während wir uns heute freuen, dass die Sonne bräunt und unseren Vitamin-D-Speicher auffüllt, war die Sonne früher ein wichtiges Hilfsmittel: Nur mit ihr ließ sich die Zeit verlässlich bestimmen. Erst als gegen Ende des 19. Jahrhunderts mechanische Uhren genauer und zuverlässiger die Zeit anzeigten, wurden Sonnenuhren entbehrlich. 

Zahlreiche Sonnenuhren auf Sylt

Schön anzusehen sind sie bis heute! An rund 60 Haus- und Kirchenfassaden auf Sylt finden Sie die altertümlichen Zeitmesser. Die meisten von ihnen wurden zwischen 1780 und 1800 angefertigt, die älteste datiert aus dem Jahr 1750. Rund 60 mal 60 Zentimeter große Platten aus Kalk- oder Sandstein bilden die Basis der Sonnenuhren, die häufig über Hauseingängen zu finden sind. Ziffern und der Gnomon schmücken die Sonnenuhren. Der Gnomon ist der senkrecht stehende Stab einer Sonnenuhr, mit dessen Schatten sich die Sonnenhöhe und damit die Uhrzeit messen lassen. Daneben weist jede Sonnenuhr auf Sylt Verzierungen auf: Mal ist es die Sonne selbst, mal Engel, die aus Wolken blicken, und dann wieder die Sagenfigur Chronos, der Gott der Zeit.

Vielleicht erspähen Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang ja die eine oder andere Sonnenuhr und versuchen, die Uhrzeit abzulesen. Bestimmt bleibt die Zeit dabei für einen kleinen Moment stehen …